Creating Relevance

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00:00:06: Creating Relevance, ein Podcast der WCG.

00:00:12: Herzlich willkommen zu Creating Relevence!

00:00:14: Ich bin Lea Heuskötter und heute begrüße ich meinen Gast Petri Kro von Schweinichen, Geschäftsführer in der Gesellschaft davon, Urlaubolz.

00:00:22: herzlich Willkommen.

00:00:23: Dankeschön, hallo.

00:00:25: Schön dass Sie da sind.

00:00:26: Sie haben mir im Vorgespräch gesagt, im Grunde sind sie ein Start-up mit dreihundertdreisig Jahre Geschichte.

00:00:33: Wie darf man das verstehen?

00:00:35: Ja, das hat natürlich einen sehr relevanten oder klaren Hintergrund.

00:00:39: Durch eine Insolvenz mussten wir uns quasi wieder neu erfinden und eine Fortführung schaffen.

00:00:44: Und das habe ich eben mit einem neuen Unternehmen der L-Rolls gemacht, indem ich die Assets der Walzenirde durch das Vorunternehmen übernommen habe.

00:00:52: Damit gelten wir natürlich rechtlich als neues Unternehmen was gerade im Finanzsektor natürlich wichtig ist.

00:00:57: man hat noch keine Jahresabschlüsse vorzuweisen usw.

00:00:59: Dementsprechend gelten in dieser Szene in der Finanzjahre als Startup Aber haben eben eine Firmengeschichte von dreieinhalb Jahren.

00:01:06: Jetzt klingt das sehr, wenn Sie das so erzählen, klingt es ja so nach einer coolen Geschichte.

00:01:10: Wenn ich jetzt mal ein bisschen übertrieben sage aber ganz so cool war das ja nicht vielleicht damit unsere Zürgerer so ein bisschen ihren Werdegang der letzten Jahre mitnehmen können.

00:01:20: Vielleicht können sie nochmal kurz so ein Bisschen erzählen wie's dazu gekommen ist?

00:01:24: Sehr gerne natürlich!

00:01:26: Also ich bin jetzt seit zehn Jahren in dem Unternehmen unterwegs und aktiv war vorher auch Gesellschaft da, also es ist ein Familienunternehmen.

00:01:33: Auch seit den dreihundertdreien, dreißig Jahren in Familienhand und natürlich wie es ein Familien Unternehmen gerade mit so einer Historie üblicherweise ist nehmen die Gesellschaft dazu allein durch die Erbschaften und ähnliches hat man dann größere Stämme mit denen sich dann auseinandersetzen und es gab dann grade zwei tausend fünfzehn.

00:01:52: das war also dann relativ knapp hinter der Wirtschaftskrise eine schwierige Situation im Markt bei dem es darum ging, auch zu schauen wie geht das Unternehmen strategisch damit um und wie sollte man sich aufstellen.

00:02:04: Was dazu führte dass es eben zur Gesellschaft der Streitigkeiten tatsächlich kam war man in unterschiedlicher Ansicht da waren.

00:02:10: Das escalierte dann leider auch soweit dass unsere Finanzierer die viele Investitionen die wir in dem Unternehmen hat hier in Deutz gemacht haben dann auch gesagt haben, okay diese Streitigkeiten müssen aufhören.

00:02:24: Man sah bei ihm auch die wirtschaftliche Situation wo das schwieriger war weil eben die Preise im Markt ziemlich abglitten und da kamen dann die ersten Berater.

00:02:33: mit den Beratern kam dann auch die Restrukturierungsphase.

00:02:36: also es wurde eben deutlich die Liquidität war angespannt eben die Märkte waren undurchsichtig Und diese Gesellschaft der Streitigkeit führt eben dazu, dass die Handlungsfähigkeit eingeschränkt war.

00:02:49: Die Bedingung war dann also einer der Gesellschafter kündigte seine Anteile und die Berater hatten ihnen doch noch dazu bewegen können im Unternehmen zu verbleiben soweit eben die Berate dann die Führungsrolle auch übernehmen und wir in eine Restrukturierung überführt werden geleitet durch die Berata eben im Zusammenhang mit den Banken Wohin gehend dann aber auch die Anteile der Gesellschaft an einer doppelten Nutzung Treuhand übergegangen sind, um eben auch dort für Ruhe zu sorgen.

00:03:18: Was natürlich immer eine schwierige Situation ist aus so was wieder rauszukommen... Also wir haben die Berater damals eben auch schon gesagt da wieder rauszukommen ist eigentlich quasi unmöglich.

00:03:27: Wir hatten auch sehr harte Banken im Genick, die mit uns da verhandelt haben.

00:03:32: Aber wir haben es tatsächlich geschafft, mit einem Wettbewerber zusammen einen dieser Gesellschaft oder den Gesellschafter heraus zu kaufen und dann eben in einer Kooperation quasi in diesem Unternehmen weiterzumachen im Jahr zwanzig-zwanzig.

00:03:48: Leider war es dann so als wir endlich raus kamen.

00:03:50: also dazwischen lag ja auch noch Corona beispielsweise und auch unsichere Zeiten im Markt was ihm auch fast dazu geführt hätte dass diese Restrukturierung auch länger gedauert hätte Ende of the year.

00:04:01: was wir dann zum Glück aus dieser Restrukturierung draußen waren, war es aber eben so dass wir eine Cyberattacke über uns ergehen lassen mussten.

00:04:08: Das war Ende des Jahres.

00:04:11: Was dazu führte das komplette Jahr zwanzigzwanzig buchhalterisch nachbuchen mussten?

00:04:16: Dass wir auf bestimmten Augen blind waren weil die Systeme nicht funktionierten und wir konnten die Produktion zum Glück aufrechterhalten.

00:04:23: So zu eighty-fünf Prozent vielleicht weil es natürlich bestimmte Software auch nicht zur Verfügung standen um das zu verbessern.

00:04:29: Das führte wiederum dazu, dass wir bestimmte Entwicklungen nicht rechtzeitig gesehen haben.

00:04:34: Ein paar Materialpreise sind ja sehr stark angestiegen, wohingegen wir bei bestimmten Kunden tatsächlich Festpreise auch vereinbart hatten was eben auch zu schlechteren Zahlen unsererseits führten.

00:04:44: Wir hatten einen größeren Rechtsstreit den uns die Berater aus der Restrukturierung hinterlassen hatten denen wir schlichten konnten zum Glück aber trotzdem ein deutlicher sechsstelliger Betrag gezahlt werden musste.

00:04:53: Die Frachtkosten sind ja einem auch unter Corona-Schließungen der Häfen gerade in dem Jahr massiv angestiegen, gerade in Richtung USA.

00:05:02: Auch da hat man typischerweise DDP-Lieferung also auch verzollt und mit Frachtkosten inkludiert.

00:05:08: Auch dann haben natürlich nicht alle Verhandlungen immer Erfolg getragen oder Früchte getragen und dementsprechend lief es eben auf einen Verlustjahr hinaus.

00:05:19: Wir haben auch gesehen dass die Liquidität deutlich gelitten hatte und haben auch da frühzeitig mit Banken und Gesellschaftern gesprochen, um Lösungen herbeizuführen.

00:05:30: Und es wurde dann auch seitens eines Gesellschafters eine Lösung angeboten Geld zu investieren woraufhin auch Banken oder andere Fremdfinanzierer sagten okay dem Weg können wir dann auch mitgehen.

00:05:41: Leider die Geschichte etwas abzukürzen wurde uns gesellschaftenseitig dann diese Zahlung sehr kurz vor knapp entsagt, wodurch natürlich die Bank auch gesagt haben okay sie wissen anscheinend mehr als wir.

00:05:57: Was nicht stimmte sondern es wurde eben einfach verwährt was aber sofort dazu führte dass wir im Januar zweiundzwanzig war das dann zum Amt gehen mussten und die Insolvenz anmelden mussten.

00:06:07: bereits geschaffen hatten auch viele Aufträge im Auftragseingang in unseren Büchern Was dazu führte.

00:06:15: auch verleitete die Berater, die neuen Berater dann für eine Insolvenz.

00:06:19: Dann auch zu sagen okay das ist eine Eigenverwaltung da kommen wir schon selbstständig raus.

00:06:22: Ein Monat später also direkt ein Monat nach der Anmeldung ist es aber so gewesen.

00:06:26: Wir fingen der Krieg in der Ukraine an.

00:06:28: Die Banken wurden unsicher.

00:06:30: Sie wollten dass wir einen neuen Investor suchen weil eben eine Eigenlösung nicht ja so gewünscht war seitens der Banken.

00:06:39: Jedoch eben aufgrund dieser Zeit, Energiepreise sind ja auch wieder explodiert an der Stelle.

00:06:45: Konnten mir kein Investor finden, der ein realistisches Angebot gemacht hat?

00:06:48: Ich konnte mich aber im Laufe des Prozesses mit den Beratern zusammen, ich sage es mal an Wissen bereichern um zu schauen wie muss so eine Struktur aussehen, wie hoch muss denn ein Kaufpreis sein und so weiter sodass ich dann mit dem Berater zusammen ein eigenes Konzept entwickelt habe mit Kunden, mit unserem Join-Adventure Partner aus Indien, mit den Banken natürlich auch zusammen Was dazu führte, dass ich im Februar die E-Roles ein neues Unternehmen dann auch hatte, in dem ich alle Assets hineingekauft habe.

00:07:16: Was ich jetzt natürlich noch alles abbezahlen muss an der Stelle.

00:07:19: Aber so entstand das neue Unternehmen mit der alten Geschichte aber wie gesagt ist es eben noch das Startup.

00:07:25: Das verkaufe ich oder sage ich natürlich so und auch gerne unseren Mitarbeiterinnen und neuen Mitarbeitern, die zu uns kommen.

00:07:31: Es führt zu einem Schmunzeln wie gerade bei Ihnen weil es auf der einen Seite nicht Cool klingt witzig ist, aber eben gerade im Finanzsektor alles andere als hilfreich in schwierigen Zeiten.

00:07:41: Es ist ja wenn Sie das so erzählen wirklich eine unglückliche Verknüpfung von sehr vielen Faktoren auf die man kein Einfluss hat oder die man auch vielleicht nicht vorwegsehen kann, Ukraine kriegt Corona

00:07:54: etc.,

00:07:55: Das sind ja auch alle Themen, auf denen man gar keinen Einfluß hat.

00:07:57: Was ist denn aus Ihrer Sicht?

00:08:00: Oder gibt es so dass das stärkste Thema was diesen Prozess beeinflusst hat?

00:08:05: Oh, das ist eine sehr gute Frage.

00:08:07: Ich kann glaube ich nicht sagen dass es das Thema gab sondern nehme jetzt also die.

00:08:12: das Thema der Restrukturierung hat einfach nur gezeigt da gerade im Gesellschaft der Kreise mal acht geben muss, dass man vernünftige Verträge braucht.

00:08:19: Dass man sie verträgt und da nicht irgendwelche offenen Flanken hat die eben zu solchen Streitigkeiten führen können.

00:08:25: das Banken aufmerksam werden.

00:08:27: Das ist immer sehr gefährlich weil auch für die gesellschaft der Kreisen nicht beeinflussbar sind oder eben auch vorhersehbar.

00:08:34: Es spielen viele Emotionen eine Rolle und also das hat schon viel ausgemacht weil auch dadurch viel Geld an Berater und Banken geflossen ist damit dieser Prozess überhaupt funktioniert und dass wir überhaupt aus dieser Treuhand wieder rausgekommen sind.

00:08:48: Ich denke, hätte man damals schon bessere Lösungen oder andere Lösungen intern finden können, hätte es viele dieser Dominosteine hinten raus vielleicht nicht gegeben.

00:08:58: auf der anderen Seite in diesem Zwischenraum also die Cyber-Tacke Hat natürlich weh getan.

00:09:04: Es hat viel Kapazität gekostet, aber es war bestimmt nicht der Auslöser dann der Insolvenz, sondern das war eine Aneinanderkettung von vielen, vielen Kleinigkeiten die so einzeln betrachtet hätte gemanagt werden können.

00:09:16: Aber es wurde immer mehr und deswegen ich glaube wir hatten einfach Pech.

00:09:24: Wie fühlt sich das an?

00:09:25: Also ist das ja ein bisschen wie ein Scheitern oder also gerade in Deutschland Entscheidern und eine Insolvenz immer sehr negativ behaftet werden, sie an anderen Ländern eher, okay man hat was versucht und macht dann irgendwie weiter ist.

00:09:37: Also wie hat sich das persönlich für Sie angefühlt?

00:09:41: Ich glaube jetzt auch dieser Vergleich in anderen Ländern wird es vielleicht auch anders gesehen ja denke ich auch aber da kommt's eben auch drauf an, ist man mit einem Start-up gescheitert oder ist mir mit einem Unternehmen das seit dreihundertdreißig Jahren damals auf dem Markt bereits existierte gescheitert.

00:09:59: Es ist kein tolles Gefühl, das muss man wirklich ganz klar sagen.

00:10:02: Also als die Insolvenz dann auch kam und ich dann eben auch den Gesellschaftern das beibringen musste, also wir hatten sie ja wie gesagt vorab informiert dass es knirscht

00:10:11: usw.,

00:10:13: waren natürlich nicht nur eine unheimliche Frustration auf der Gegenseite da sondern eben auch erstmal dieser typische Blick sieht man sucht einen Schuldigen und natürlich fühlt man sich als der Schuldige weil man hat ja die Verantwortung über das Unternehmen.

00:10:24: Nicht als einziger, ich hatte noch ein Co-Geschäftsführer der offiziell eben auch für die Finanzen zuständig war, aber das Geschäftsführer ist man für alles zuständig.

00:10:32: Und deswegen ich konnte mich nie davon lösen und dadurch dass es eben auch das eigene Familienunternehmen ist hat mich das sehr emotional getroffen weil ich eben auch wusste was das für den ein oder anderen Gesellschaft dann auch direkt bedeutet.

00:10:46: Es ist halt schwierig.

00:10:47: Ich glaube jeder nimmt das irgendwie anders wahr, anders auf.

00:10:51: Es gibt bestimmt auch genug Persönlichkeiten die das deutlich rationaler nehmen.

00:10:56: Aber ich habe eine unheimliche tiefe Verbundenheit natürlich mit dem Unternehmen und auch den Mitarbeitern, die da sind.

00:11:02: Und das hat mich viel Kraft gekostet, das erst mal zu überwinden ganz klar.

00:11:08: Und stand für Sie die ganze Zeit fest?

00:11:10: Okay, ich gehe dann wirklich durch und so weiter dass sie jetzt praktisch wieder oder alleinig jetzt sogar für das neue alte neue Start-up mit drei Jahren Erfahrung stehen.

00:11:22: oder war es ein Prozess oder wie hat sich das entwickelt?

00:11:24: Also ich bin von Natur aus jemand, der nicht aufgibt.

00:11:27: Ich bin da sehr hartnäckig dran.

00:11:29: also ich akzeptiere es einfach nicht und erst wenn ich wirklich das letzte versucht habe und ich weiß dass ich jetzt noch einen anderen Einfall hab oder noch anders was machen kann dann kann ich sagen okay ich habs versucht Es gab in der Zeit besonders zu beginnen Dass sich tatsächlich auch angesprochen worden war Aus Umfeldern zu sagen achke hat doch nichts gebracht Und dann kommt doch lieber direkt zu uns und so weiter ist es wieder ein sicherer Hafen.

00:11:54: Und ich hab immer gesagt, jetzt lass mich doch erstmal versuchen hier die Firma zu retten.

00:11:57: Weil also... Ich verstehe gar nicht warum ich jetzt schon überall irgendwie angesprochen angeworben werde wenn es jedoch noch gar nichts zu Ende ist.

00:12:04: Also es ist schon interessant zu sehen dass viele das die Insolvenz oder eben auch die Situation sofort gesehen haben als es ist aus dadurch dass wir aber vorher schon solche Strukturierungsprozesse durchlebt haben war mir halt klar so ne es ist ja nicht unsere struktur es ist nicht die firma's waren einfach jetzt Eine Aneinanderkettung blöder Ereignisse, die eben dazu geführt haben dass man in einem bestimmten Punkt nicht nur Liquidität hat.

00:12:29: Aber die Struktursprach zum Glück für uns und das ist auch das was die Berater dann gerade so Insolvenzberater dann einem auch vermitteln.

00:12:37: Und auch das Gericht als es dann bestätigt wird, dass der eine Eigenverwaltung wird war halt klar okay.

00:12:42: Es besteht also eine wirkliche Aussicht auf Erfolg und dann ziehe ich das natürlich auch durch.

00:12:50: Rückblickend ist ein bisschen vielleicht zu früh gefragt, aber es ist jetzt schon ein bisschen her.

00:12:54: War das die richtige Entscheidung?

00:12:56: Definitiv!

00:12:57: Also wir mussten natürlich auch Rationalisierungsmaßnahmen durchsetzen und haben die Struktur eben ein bisschen anpassen müssen.

00:13:05: Aber nichtsdestotrotz konnten wir jetzt mal hundertfünfzig Mitarbeitende retten dadurch durchbringen, die wirklich jederzeit ihren Lohn in voller Höhe erhalten konnten.

00:13:14: in dieser Zeit also keiner musste auf irgendwas verzichten.

00:13:17: Natürlich haben auch Mitarbeiter, Zeitkonten beispielsweise in dieser Masse jetzt erstmal liegen lassen müssen bis die Quoten kommen.

00:13:26: Das ist ja die Frage wie viel das dann ist am Ende des Tages.

00:13:29: Also jeder hat schon einen Teil dazu beitragen müssen aber natürlich hat es sich gelohnt wenn man sieht dass wir immer noch da sind, dass wir weiter produzieren können, dass Wir Werte schöpfen und unsere Kunden zeigen uns das ja auch Tag für Tag durch neue Aufträge und entsprechende Gespräche.

00:13:46: Wenn wir jetzt in die Zukunft blicken oder in den Gegenwart Schreckstrich-Zukunft, es wird ja gefühlt nicht leichter wenn wir die wirtschaftliche Situation etc.

00:13:55: angucken wie sind dann Ihre Perspektiven so für die nächsten Jahre dort?

00:14:00: Also ich bleibe gerne ganz kurz mal in der Gegenwart und dann in Richtung Zukunft auch zu blicken.

00:14:04: Es ist eine eigentlich ganz interessante Entwicklung in der gegenwahrt.

00:14:07: Wir haben natürlich aus unserem Finanzierabereich Aufgaben aufbekommen.

00:14:12: Als Start-up bekommen wir die Hausaufgabe, kümmere dich darum, erreiche bestimmte Ziele um zum Beispiel wieder den Zugang zum Finanzmarkt zu bekommen oder eben auch zur Betriebsmittellinie oder was auch immer.

00:14:24: also wir leben momentan wirklich von unserem Cash von gut haben konnten und dem was wir am Anfang nach der Insovence in dem Start up in dem Unternehmen mit einbringen konnten.

00:14:34: jetzt da haben wir diese Ziele erreicht.

00:14:36: tatsächlich sind auch in die normalen Marktbereiche wieder übergekommen.

00:14:40: Also, man lernt ja doch jeden Tag irgendwas Neues dazu und das war jetzt wieder ein Punkt den ich dazu lernen musste.

00:14:48: Das insgesamt was ich ja über den Markt gerade sagte, das spiegelt sich halt aktuell schon wider.

00:14:53: Es herrscht eine unheimlich hohe Unsicherheit auf dem Markt.

00:14:58: Wir stellen sowohl Verbrauchsküter als auch Investitionsküter her.

00:15:01: im Verbrauchsbereich das sind dann Produkte oder Walzen für die Stahlindustrie.

00:15:05: hauptsächlich merken wir aber eben die Unsicherkeit gerade in den USA Aber auch in Europa, wie jetzt eben mit den Zöllen umgegangen wird.

00:15:12: Wie ist die Energiepolitik in Europa jetzt angesiedelt?

00:15:15: Wird es einen Industriestrompreis in Deutschland geben und und und.

00:15:19: Und dementsprechend wird viel auf Sicht bestellt.

00:15:21: also lieber die eigenen Bestände runterfahren und dann panisch teilweise zukaufen in der Hoffnung dass die Lieferanten noch liefern können.

00:15:30: Das ist ein Verhalten das ist wieder ein paar Jahre her.

00:15:32: Das war vielleicht auch zur Corona Zeit ähnlich bei dem eben eine Ungewissheit auf den Markt ist.

00:15:39: In den USA kommen jetzt tatsächlich, habe ich heute erst die Meldung bekommen wieder deutlich größere Aufträge rein.

00:15:46: aber auch das hat länger gedauert als üblich weil auch die unsicher sind wie sie mit den Zölln umgehen müssen.

00:15:50: Sie sind auf Importe angewiesen in diesem Bereich.

00:15:52: Das ist unser Vorteil.

00:15:55: viele der Walzen Lieferanten kommen aus Europa.

00:15:58: das heißt alle haben gerade genau diese Zoll Problematik.

00:16:00: Aber wer leidet ist eigentlich der amerikanische also US-amerikanische?

00:16:05: Ja, Kunde!

00:16:06: Weil er die Zölle zu tragen hat.

00:16:08: Wir könnten das gar nicht tragen.

00:16:09: Das ist jetzt aktuell genau das Gleiche.

00:16:11: Dementsprechend aktuell gleich in Herausforderungen.

00:16:15: Sie wechseln halt nur.

00:16:17: Das muss man vielleicht sagen und man hat immer wieder neue Herausforderungen aber wie gesagt neue Überraschung dann auch wenn es darum geht sollte doch jetzt leichter gehen.

00:16:25: aber was wurde eigentlich dann wieder schwieriger?

00:16:28: Ist es jetzt leicht da wo sie... Allein verantwortlich in Anführungsstrichen sind?

00:16:34: oder war es eigentlich leichter, wo man noch auf einen gewissen Gesellschafterstamm zurückgreifen konnte?

00:16:41: Beides hat Vor- und Nachteile.

00:16:42: Das muss man ganz klar sagen.

00:16:43: Es ist natürlich leichter für mich als Person Dinge umzusetzen.

00:16:48: Ich kann's einfach machen!

00:16:50: Ich hab keinem den ich berichten muss.

00:16:52: Ich habe keinenen den ich um Erlaubnis fragen muss.

00:16:56: Ich habe einen Co-Geschäftsführer, mit dem ich aber alles abspreche weil er genauso in der Haftung mittrünnsteckt wie ich es tue.

00:17:02: Deswegen halte ich das nur für fair dass da vernünftig abgesprochen wird.

00:17:07: und auch wenn er Bedenken hat gehe ich jetzt nicht mit dem Kopf durch die Wand und sage Aber ich bin ein Geschäftsgesellschafter und werde das deswegen erzwingen.

00:17:16: Ich bin aber auf jeden Fall trotzdem freier in der Gestaltung in bestimmten strategischen Dingen, in bestimmtechnischen Dingen wo er vielleicht nicht die Expertise auch hat und dann auch auf mich vertrauen muss dass ich da die richtigen Entscheidungen treffe.

00:17:27: Was aber dann fehlt ist manchmal eben vielleicht nochmal irgendeine Rückfrage oder irgendwie wie ein Ad-Beirat oder Rad die dann auch zusammengestöpselt ist aus anderen Personen die dann eben noch mal sagen können hast du eigentlich daran darauf geachtet?

00:17:42: Dafür habe natürlich meinen Co-Geschäftsführer auch das klar.

00:17:45: Aber manchmal war das ja dann doch so zusammengestöpselt, weil sie eben von außen kam man da noch ein ganz anderer Blick mit dabei.

00:17:51: Da kann man drüber nachdenken und man den wieder installiert aber auch der kostet wieder Geld.

00:17:55: Und da ist halt immer die Frage ist dann Kosten und Nutzen dann wirklich da?

00:17:58: Und dafür versuche ich dann eher Gespräche mit anderen Unternehmern beispielsweise oder anderen Bekannten, die vielleicht ähnliches durchgemacht haben oder ähnliche Situationen auch schon mal erlebt haben um mir darin entsprechende Informationen herzuholen.

00:18:13: Aber es ist natürlich deutlich unemotionaler oder rationaler, weil eben auch gerade bei Familiengesellschaften.

00:18:20: Oder ja auf familiengeführten Gesellschaften und Anwälte und so das ist ja ein Riesenkonglomerat an externen Leuten konnten sehr schnell und rational darstellen dass das jetzt keine Management Entscheidung war die dann plötzlich zu einer Insolvenz führte sondern ganz im Gegenteil.

00:18:35: wir haben sogar sehr frühzeitig erkannt dass es so Problem führt Und wir haben alles versucht um das vom scheitern, ich sag jetzt mal zu verhindern oder eben abzuwenden.

00:18:47: Aber eben durch diese kurzfristigen Entscheidungen anderer führt es eben dazu dass wir gar keine Handlungsmöglichkeit mehr hatten zu einem gewissen Zeitpunkt und man ist ja als Geschäftsführer in einer Privathaftung drin in der Insolvenz die voll durchschlägt wenn man da eben Fehler macht und das konnten wir zum Glück dann auch nachweisen, dass wir keine Fehler gemacht haben sondern immer das Beste versucht hatten und eben diese Aneinanderreihung so viel wurde, dass das eben nicht mehr zu managen war.

00:19:15: Ich hoffe nicht, dass da noch ein größerer Vertrauensschaden auf irgendeiner Seite ist.

00:19:19: Habe ich aber hundert Prozent aller Leute immer mitnehmen können?

00:19:23: Bestimmt auch nicht!

00:19:25: Gut, das kann man glaube ich nie.

00:19:27: Aber ich glaube Kommunikation ist schon immer ein großer Schlüssel.

00:19:31: Gibt es denn etwas was die Menschen in der ähnlichen Situation raten würden?

00:19:38: Ruhe bewahren, ich glaube das ist auch mal ganz wichtig.

00:19:42: In der Situation ist man schnell emotional überfordert.

00:19:47: Also gerade als Geschäftsführer weiß man es in einer privaten Haftung drin.

00:19:50: und jetzt erstmal wäre ich ein einfacher Geschäftsführer nicht Geschäftswohner-Gesellschaft.

00:19:55: da geht's ja erst einmal auch darum wie kann ich mich schützen?

00:20:02: Da gibt's natürlich die NO-Versicherung und so weiter, die man abschließen kann.

00:20:05: Das schützt eine ja schon mal vor Fehlentscheidungen, solange sie nicht vorsätzlich oder grob wahrlässig eben gemacht worden sind.

00:20:12: Aber das war natürlich ein schwerer Punkt oder einen Punkt der mich sehr ungetrieben hatte weil ich meine Familie auch schützen wollte und nicht wollte dass da irgendwas passiert.

00:20:21: Deswegen Ruhe bewahren alles vernünftig dokumentieren je besser man das dokumentiert hat hier mehr volle Aktenordner man tatsächlich mit Papier teilweise auch hat, um so besser ist das für einen unbestimmte Nachweise auch bringen zu können.

00:20:34: Und dann bestenfalls jede Aufgabe Schritt-für-Schritt abarbeiten.

00:20:39: Nicht dieses ganze Multitasking.

00:20:41: ich mache jetzt alles gleichzeitig und das muss jetzt alle sofort schnell gemacht werden und es gibt bestimmt viele oder einige die das gut können.

00:20:48: aber es ist besser konzentriert die Aufgaben abarbeiten.

00:20:52: in der Insolvenz ist nämlich alles sehr stark reglementiert und mit bestimmten Vorgaben, wie ich welche Entscheidungen zu treffen habe.

00:21:03: Und wenn man in der Situation noch nicht vorher war weiß man das auch nicht.

00:21:06: Dafür hat man dann die Berater an der Seite oder den Sachwalter oder Fairwalter, je nachdem was von Art von Insolvenz ist es dann ja auch ist.

00:21:12: Es gibt ja verschiedene Arten, auch der Insolvent.

00:21:16: Das muss man einfach so abarbeiten.

00:21:18: Es ist alles ein bisschen gezwungener, es ist anstrengender natürlich aber da muss man dann einfach Schritt für Schritt durch und nicht den Kopf in den Sand stecken.

00:21:28: Wird das immer so leicht, ja?

00:21:30: Bestimmt bei Ihnen auch Momente wo sie am liebsten den Kopf ins Land gesteckt haben.

00:21:34: Ja ich glaube habe ich eigentlich auch aber das natürlich nie in der Firma direkt sondern dann im privaten Umfeld.

00:21:40: es hat mich jetzt natürlich nicht nur als Geschäftsführer getroffen sondern eben auch als Gesellschafter da unser gesamtes Familienvermögen auch In der Firma war Und ich weiß dass es bei anderen Gesellschaften ebenso war.

00:21:54: Das heißt, diese emotionelle Last, die man hat trägt.

00:21:56: Dass man im Grunde alles verloren hat aber trotzdem versuchen muss das zu retten was zu rettern ist für die anderen.

00:22:05: Es war ja am Anfang noch nicht klar dass ich beispielsweise als eigener gesellschaft oder einzelner gesellschaft da dann eine neue firma aufmachen werde um Die dann vorzuführen sondern am anfang ging es erst mal darum wie kann ich jetzt dieses firmaschützen als geschäftsführer?

00:22:20: Es geht um viele leute für die man ja auch die Verantwortung trägt und das kann man nicht einfach nur hinnehmen.

00:22:25: oder ist kein Spiel oder ähnliches.

00:22:28: Aber wenn man dann zu Hause ist, oder so was, da immer kurz die Luft rausgelassen hat von den langen Tagen, die man dann da auch hat, kommt man halt wieder aufs Sicht zurück.

00:22:37: Und das ist dann schon heftig!

00:22:40: Also für uns war es die Existenz im Endeffekt und da habe ich natürlich auch mit für gekämpft.

00:22:46: Aber als es dann auch um die Fortführung ging, war's halt auch ganz klar.

00:22:49: Da haben die Banken gerade im Speziellen gesagt okay und du möchtest das fortführen?

00:22:54: Das verstehen wir.

00:22:54: Wir verstehen auch dein Vermögen liegt bereits in der Firma da kommst du nicht dran.

00:22:58: Es ist auch klar dass wir da nie dran kommen werden.

00:23:00: also so hoch sind die Quoten dann nicht.

00:23:03: aber wir wollen jetzt eben auch sehen wenn du es machst und wir hier noch mal ins Risiko mit reingehen für dich.

00:23:09: Sie sind alle abgesichert wie ich es nicht nur ernst meine, sondern auch wirklich dahinterbleibe.

00:23:14: Das heißt auch da muss man wieder Verpflichtungen eingehen die ja auch einen Gang bin bis hin auch zu einzelnen Privatbürgschaften.

00:23:22: das ist dann schon das Oberste was man machen kann und Ich keim empfehle obwohl ich's gemacht habe das kann ich auch noch so sagen um eben die Ernsthaftigkeit dahinter auch zu zeigen.

00:23:32: und das heißt man startet dann auch nicht mit null Sondern mit einem deutlichen Minus in der Hoffnung Oder im eigenen Antrieb, dass das dann auch funktioniert.

00:23:43: Und zum Glück konnte ich bisher zumindest so weit kommen... ...dass diese Privatwirtschaft auch weg ist.

00:23:48: Jetzt aber noch ein paar Verbindlichkeiten da sind.

00:23:50: Aber das ist alles mit der Familie auch im Vorfeld abgesprochen.

00:23:54: Das ist nicht selbstverständlich, dass die das mitmachen.

00:23:57: Ich habe auch nur gesagt, ich mache das nur wenn die Familie dahinter steckt.

00:24:01: Weil wäre das schief gegangen hätte ich mein Leben lang noch abbezahlt können und das ist auch nicht nur dahin gesprochen

00:24:09: Also auch bemerkenswert, wie offen Sie das auch erzählen.

00:24:12: Ich finde es richtig gut aber es gibt bestimmt auch Leute die das lieber dann ein bisschen hinter sich irgendwo hinter voran verstecken würden.

00:24:20: deswegen erst mal schon mal bis hierhin danke für die Ehrlichkeit und Offenheit.

00:24:25: vielleicht wenn wir noch einmal in die Zukunft schauen was ist denn so ihre Vision oder ihr Ziel wo sie hin wollen?

00:24:35: Tatsächlich haben wir eine sogenannte Vision-二zig, dreißig aufgestellt vor anderthalb Jahren um eben auch den Führungskräften aber wie auch dem Mitarbeitern.

00:24:43: Ich sage jetzt mal eine Vision eine Strategie aufzuzeigen so dass wir schon wir also mein Kollege und ich zeigen können das auch der Standort hier eine Zukunft hat dass wir dafür eine Zukunft sehen dass wir die aber noch gestalten müssen.

00:24:58: Darin sind eben Bausteine enthalten, die zum einen natürlich die Produktion betreffen.

00:25:02: Die Produkte betreifen aber auch Dinge wie Mitarbeiter, also wie kriege ich ein Mitarbeiter ins Unternehmen?

00:25:07: Ich glaube da klagen sehr viele Unternehmer heutzutage aus allen Bereichen fähiges Personal noch zu bekommen, die wirklich Lust haben solche Jobs zu machen bis hin aber auch zur Wissenstransfer und Sicherung um jetzt den Schwenk zur Digitalisierung auch rüber zu bringen.

00:25:22: KI ist ein Thema, das glaube ich gerade im Mittelstand zwar viel diskutiert wird aber auch kapazitativ nicht richtig angegangen werden kann.

00:25:30: dann das Thema Ressourcen.

00:25:34: Das hat nicht nur mit Nachhaltigkeit aus meiner Sicht zu tun, sondern schauen wir uns eben die aktuellen Konflikte an.

00:25:39: China hat auch schon angefangen mit Ressourcen also mit seltenen Erden oder anderen Rohstoffen zu drohen dass bestimmte Rohstoffe nicht mehr so gehandelt werden wie es vielleicht notwendig ist für die gesamte Illustrie in Europa.

00:25:53: das heißt auch da muss man eben schauen wie kann ich mit bestimmten Ressoursen umgehen und wie kann Ich ressourcen auch für uns sichern?

00:25:59: Und last but least Wir nennen das Projekt Autarki.

00:26:03: Wie kriegen wir eben durch eigene Stromproduktionen genug Strom oder Energie zu uns, dass wir quasi autark handeln können?

00:26:13: Wir gehen nicht von hundert Prozent Autarkie aus aber von einem sehr weit dahingehenden Prozentsatz und dass wir ihm auch von CO² wegkommen weil auch da die Europäische Union uns ja auch diese Bürgern mit auferlegt hat, CO-Preise

00:26:32: etc.,

00:26:34: dass wir uns da hin entwickeln müssen.

00:26:35: Das hat sich jetzt wieder ein bisschen gewandelt mit der neuen Bundesregierung aber das wird keine Hundert und Achtzig Grad Wende mehr geben.

00:26:41: die die Weichen sind da gestellten.

00:26:43: deswegen müssen wir da auch für Sorge tragen.

00:26:45: Aber es geht eben auch darum ich glaube in Deutschland Commodity Produkte immer schwieriger zu machen sind weil alle anderen Märkte schwimmen damit oder überschwemmen den Markt.

00:26:55: Auch das wird bei uns weiterhin der Fall sein.

00:26:58: Wir haben ein indisches John Venture, auch das werden wir weiter nutzen um eben zu schauen welche Commodative Produkte die wir hier einfach wirtschaftlich nicht mehr darstellen können dann eventuell eben dort produzieren zu lassen.

00:27:09: immer mit der Strategie wir wollen keinen Wettbewerber und Star aufbauen sondern es geht darum Märkte noch weiterhin zu sichern die wir bereits etabliert haben und dann zum Beispiel über uns zu handeln da trotzdem noch ein bisschen Wertschöpfung mitnehmen zu können und eben auch den Support, den die Kunden in Europa beispielsweise auch gerne über uns hätten anbieten zu können.

00:27:29: Ansonsten Spezialisierung das hilft immer ein bisschen Kosten zu drücken.

00:27:32: Kooperationen um eben auch zu schauen man muss heutzutage nicht immer alles alleine machen.

00:27:37: Man muss das Rad nicht selber fünfmal neu erfinden was der Nachbar gerade tut dass man da eben auch schaut dass man auf andere Unternehmer mal zugeht.

00:27:45: Auch auf Wettbewerber, soweit es immer geht das muss man auch ganz klar sagen.

00:27:50: aber gerade auch hier im Siegerland gibt es unheimlich viel schweren Industrie viele Wett bewerbern viele ja andere Unternehmen mit denen wir auch kooperativ was machen können wenn's ein gemeinsamer Einkauf ist wenn es Forschungskooperation sind oder ähnliches um da Kräfte zu bündeln.

00:28:08: Ich denke, gerade in Deutschland ist der Mittelstand ja unheimlich stark.

00:28:12: Der sollte auch stark bleiben und es gibt einfach zu viele wie sagt man da am besten Entwicklungen die genau das immer weiter zerstören oder schwierig machen.

00:28:23: aber diese Stärke sollten und dürfen wir nicht verlieren weil das eine gewisse Unabhängigkeit dann auch immer zeigt.

00:28:30: und da denke ich eben ist dass nur möglich wenn man auch mal Nicht nur egoistisch denken, sondern eben auch kooperativ.

00:28:36: Dass ein oder andere mal zusammen angeht ohne dass man sich dadurch aber gegenseitig schadet und das geht.

00:28:41: Aber das Problem ist jeder sucht immer nur seinen eigenen größeren Vorteil und das macht Gespräche immer sehr schwer.

00:28:47: Also ich frag mich immer wenn ich Ihnen so zuhöre wo Sie diese Energien nach diesen ganzen extremen Jahren hernehmen vorwärts zu gucken.

00:28:58: Ich bin eben hartnäckig.

00:28:59: Also ich akzeptiere nicht das Nein, ich akzipiere nicht wenn irgendwas schief geht.

00:29:04: Das ist dann halt okay dass wie immer so das Schöne werden wir hingefallen des Krönchen wieder rücken wieder aufstehen und weitergehts.

00:29:13: Ich war bei ihr nämlich schon hartnäckig habe auch sehr lange gebraucht sie für mich zu gewinnen hat sich aber heute auch bedankt dass ich so hartnläckig war und ich glaube das hat mich geprägt.

00:29:21: also da war ich vierzehn die fünfzehnt, Entschuldigung als ich damit begann.

00:29:28: Und das hat mir aber auch bewiesen und das beweist es halt auch immer, dass man dran bleiben muss.

00:29:33: Dass man hartnäckig bleiben muss, dass eben den Kopf nicht in den Sand stecken darf die Aufgaben Stück für Stück abarbeiten muss und da wird immer was von schief gehen.

00:29:41: Das ist wie das Arm in der Kirche völlig passiert eben.

00:29:45: Aber das darf eigentlich so erschüttern sofort dass man eben aufgibt weil man sagt ich habe jetzt einmal verloren auch beim Fußball spielen, nur weil in der Vorrunde die Deutschen einen Spiel verloren haben heißt es ja nicht dass sie direkt ausgeschieden sind.

00:29:58: Und ich glaube das ist so, dass das Wichtige, dass man weiß dass man scheitern wird an irgendeinen Punkt wird man immer scheittern.

00:30:06: aber das ist nicht schlimm sondern wir müssen halt damit umgehen.

00:30:08: und selbst wenn's richtig schief geht dann muss man aber daraus lernen und das mitnehmen.

00:30:12: Was treibt mich da an?

00:30:14: Ich weiß, ich habe die Verantwortung über aktuell zwei Hundertfünfzig Menschen mit den Familien, die dahinterstehen.

00:30:19: In der Größe in unserem Dorf kenne ich auch noch die meisten davon oder bin mir denen auch teilweise befreundet.

00:30:25: Das heißt, ich weiß halt auch noch was dahinter steckt und das treibt sich natürlich dann an zu sagen... Auch deswegen darf ich nicht aufgeben!

00:30:33: Und es klingt immer so schön ist es verdammt.

00:30:36: nochmal meine Aufgabe als Geschäftsführer dich darauf zu geben.

00:30:42: auch einen Weitblick zeigen können, eine Vision aufzeigen können.

00:30:46: Habe ich selber nicht mehr diesen Antrieb oder diese Visionen nicht mehr diesem Weibblick dann sollte es tatsächlich sein lassen?

00:30:55: Weil ich den dann auch schlecht verkaufen kann und ich muss natürlich die Mitarbeiter mitnehmen.

00:30:59: Ich muss natürlich Kunden davon überzeugen dass dieser Weitblick da ist Und natürlich kann ich nicht immer genau das gleiche machen wie der andere Wettbewerber vielleicht oder ähnliches.

00:31:07: aber ich darf mich eben auch nicht mehr in diese Vergleiche rein stürzen Weil das bringt einen immer nur weiter, diese Frustration vielleicht hinein dann auch doch wieder aufzugeben.

00:31:18: Und ja, das sehe ich nicht ein.

00:31:20: Ich gebe auf wenn es vorbei ist!

00:31:23: Ich finde eigentlich ein guter Schlussappell tatsächlich dieses Thema durchhalten und aber das hat ja auch was mit... Das Thema Hartnäckigkeit, was sie ansprechen, hat ja etwas mit Machen zu tun oder nicht.

00:31:35: einfach Also durchhalten und sitzen und warten, sondern einfach zu tun.

00:31:41: Und das eben auch konsequent durchzuziehen.

00:31:44: Unternehmen heißt ja nicht unterlassen.

00:31:46: Das ist auch mal ganz wichtig.

00:31:49: Ein Unternehmer muss unternehmen.

00:31:52: Auch ein Geschäftsführer... muss unternehmen, muss was bewirken, muss nach vorne gucken.

00:31:59: Ich brauche keinen Verwalter.

00:32:00: Ein Verwalder hat man vielleicht im Empführungsbereich dann oder so, da brauch ich auch Verwaltern das ist ganz klar.

00:32:07: aber der Spitze muss man unternehmen.

00:32:08: also ich... Man muss ja noch nicht mal es zwingt immer nur Ideen haben.

00:32:11: aber man kann vielleicht Leute fragen die Ideen habe um eigene Ideen dann wieder bekommen zu können.

00:32:16: Aber man darf eben nicht aufhören und man darf sich darauf verlassen dass jemand anderes es für einen lösen wird.

00:32:26: Ich kann jetzt nicht Däumchen drehen und warten, dass die Bundesregierung jetzt schon einen tollen Industriestrompreis für mich zaubert als energieintensives Unternehmen würde das auch viel bei uns ausmachen sondern ich muss erstmal selber dafür Sorge tragen, dass ich die Kosten reduziere, dass wir Prozesse verbessere, dass sich da selber dran gehe.

00:32:46: Und wenn dann so ein Industriester Preis noch kommt ist das netter Bonus.

00:32:49: aber wenn ich mich nicht selber darum kümmere also wenn ich einfach immer nur hoffe Der Trump wird das schon nicht machen, die Bundesregierung wird den Strompreis schon reduzieren.

00:32:57: Die EU wird China komplett jetzt im Handel blockieren damit wir hier in Europa wieder bessere Preise machen können.

00:33:05: Nein!

00:33:06: Das funktioniert nicht und das ist leider gesellschaftlich auch so ein Problem weil viele den Fingerzeichen immer woanders hinmachen und sagen der ist Schuld.

00:33:14: Der ist Schuld dass ich ein Studium nicht angefangen habe.

00:33:17: Der es schuld dass ich mir jetzt irgendwas nicht leisten kann oder sonst was.

00:33:23: Einfach, ja, komfortabel.

00:33:26: Aber dadurch kommt man nicht weiter.

00:33:28: Sondern man muss eben für sich und das Unternehmen aber auch für sich als Person eine Lösung finden mit der man dann wieder weiterkommt.

00:33:36: Und ich glaube, dass ist das Wichtige.

00:33:37: also die suchen immer der Andere.

00:33:39: Der andere ist mir schuld, der natürlich die Bundesregierung hat Schulden.

00:33:41: Natürlich, das ist glaube ich ein Punkt wo man selber sich auch überlegen muss was man selber tun kann.

00:33:47: Ja definitiv!

00:33:49: Das ist ja auch ein bisschen.

00:33:51: Das passt wirklich perfekt, weil das ist was ich den Menschen immer sage wenn ich sie zu unserem Podcast einlade.

00:33:58: Ich möchte genau die Geschichten zeigen wo eben Leute so'n bisschen Mut machen indem Sie eben Dinge tun und vorwärts gehen und nicht da sitzen und abwarten und jammern!

00:34:07: Ich weiß es gibt viele Herausforderungen und man kann auch mal jammern aber nach dem Jammern muss man sicher wieder zusammenreißen und irgendwie vorwärtzgehen Und ich glaube da sind sie und ihr Unternehmen wirklich ein sehr gutes Beispiel für.

00:34:22: Vielen Dank, dass Sie hier waren.

00:34:24: Ich wünsche Ihnen alles Gute, dass alles in Erfüllung geht was sie sich erhoffen und erdenken und strategische arbeiten und ja das die Zukunft auf jeden Fall deutlich positiver wird als vielleicht ein Teil der Vergangenheit war.

00:34:39: Vielen Dank dafür!

00:34:40: Wenn euch die Folge gefallen hat dann hört beim nächsten Mal wieder rein wenn es heißt Creating Relevance.

Über diesen Podcast

Der Podcast der WCG greift unterschiedlichste Businessthemen auf. Am Puls der Zeit finden unsere Gäste Antworten auf gesellschaftsrelevante Fragen und aktuelle Themen, die nicht nur mittelständische Unternehmer interessieren. Wir bieten Mehrwert und empowern unsere Hörer! #creatingrelevance

von und mit WCG Creating Empowerment

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